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Das Bücheratelier/Offenes Atelier



Ob von Kindern geschriebene und recherchierte Texte, verschiedene Druckverfahren, Buchbindetechniken oder Papierexperimente: Hier geht es rund ums Buch – in allen seinen Formen. Auf kreative Weise werden dabei ganz neue Seiten aufgeschlagen.


Mein Buch

„Mein Buch“ ist ein einjähriges Kunst-Schule-Museum Projekt für Kreuzberger Kinder von 9-14 Jahren. Es verbindet die künstlerischen Sparten Bildende Kunst, Grafik, Literatur und mehrere kulturelle Orte in Berlin. Die Projektpartner sind: Die Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, das Kreuzberg Museum, der gemeinnützige Verein Jugend im Museum e.V., zwei Kreuzberger Grundschulen.

Projektthema ist das Buch, ein fast jedem von Kindheit an vertrautes Medium, ein kulturell grenzenloses, weltweit bedeutendes und in seiner Vervielfältigung tendenziell demokratisches Produkt. Außerdem ein interdisziplinäres Medium: Zeichnungen, Gemälde, Collagen etc. illustrieren Informationen, Gedichte oder Geschichten. „Fühlbücher“ für die Kleinsten kombinieren Bilder und fühlbar interessante Materialen, die gelegentlich zudem noch knistern, rascheln oder quietschen. Das Herzstück des einjährigen Projekts ist das „Offene Bücheratelier“, das jeden Freitag im „Atelier Bunter Jakob“ in der Berlinischen Galerie angeboten werden soll. Hier können Kinder, mit künstlerischer Unterstützung, im Lauf eines Jahres ein eigenes Buch entwickeln, planen und herstellen. Neben der Materialsammlung, ihrer Ordnung und der eigenverantwortlichen Organisation der Arbeitsprozesse, geht es schwerpunktmäßig um das Kennen lernen verschiedener druck- und bindetechnischer Verfahren der Buchherstellung, sowie den experimentellen Umgang damit.

Als Kunstprojekt zielt das Projekt jedoch über die Vermittlung technischer Fertigkeiten und experimenteller Erfahrung hinaus: Zwei überdimensionale Bücher, stehende Raumobjekte mit Ausmaßen von 3 x 2 Metern, begleiten das Projekt. Die leeren Seiten der Riesen füllen sich im Projektverlauf: Es wird gemeinsam geschrieben, geklebt, gezeichnet, gemalt, kopiert, gedruckt, geritzt, gerissen, gerollt, geschnitten und projiziert. Das Buch, handlicher „Botschafter“ für Information, Bildung und Unterhaltung, wandelt sich ins Riesenhafte, während wir als Betrachter schrumpfen. So scheint es zumindest. Buch und Mensch tauschen die vertrauten Größenverhältnisse und gewähren, wie so häufig in der Kunst, eine neue, verblüffende Perspektive auf das Alltägliche. Die riesigen Bücher dienen der Projektdokumentation in Jetztzeit: eines wandert zwischen den Orten, das andere dient dem „Bücheratelier“ als fortlaufendes, kreatives Teamtagebuch.

Als Medium der Sammlung, Bewahrung und Erinnerung hat das Buch einiges mit dem Museum gemein. Regelmäßige Ausstellungsbesuche in der Berlinischen Galerie und dem Kreuzberg Museum sind wesentlicher Bestandteil des Projekts.

 Um das regelmäßige Angebot herum gruppieren sich ergänzende Formate und wechselnde Orte: Öffentliche Kunstaktionen in der Berlinischen Galerie, Projekttage in Grundschulen, Ausstellungsbesuche, Sofa-Lesungen (aus Lieblingsbüchern) und eine abschließende Projektpräsentation im Auditorium der Berlinischen Galerie, mit Gästen aus Schule, Kunst und Museum.

Das Projekt "Mein Buch" ist für die Kinder und Jugendlichen ein kostenfreies Angebot und wird durch die  Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert.

www.jfsb.de

 

 

Alle sind herzlich eingeladen in

das Bücheratelier am Freitag

ohne Voranmeldung, gebührenfrei

 
Zeit: jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr (nicht in den Ferien)
Ort: Atelier Bunter Jakob in der Berlinischen Galerie



 

 


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Das Geheimnis der Sprache (Juni bis Oktober 2010)



Konzeptentwicklung: Marco Majer

In Partnerschaft:  Jugend im Museum e.V., Gesundbrunnen-Grundschule, Bibliothek am Luisenbad, Galerie Wedding, Besucher-Dienste der SMB (Neues Museum)

Gefördert durch: Projektfonds Kulturelle Bildung (Bezirksamt Mitte)

Das Projekt richtet sich an Schulanfänger bzw. an Kinder die gerade das Schreiben in der Schule lernen und bietet eine ganzheitliche, künstlerisch orientierte und erlebnisreiche Methode, sich mit Schrift auseinanderzusetzen.

Zwei KünstlerInnen und ein Produktdesigner machen sich gemeinsam mit einer Klasse der Gesundbrunnen-Grundschule auf den Weg, um auf künstlerische und genussvolle Weise, Teile des Bezirks mit all seinen Kulturorten, Symbolen und Schriftzeichen zu entdecken, um anschließend selbst in großformatigen Bildern und Collagen eigene Schrift-Bilder zu entwerfen.

Jedes Kind wählt für sich einen oder mehrere Buchstaben, der/die sie und ihn wie auch die Neugier und Lust am Entdecken auf ihrer Reise durch die Welt der Buchstaben den gesamten Kurs über begleiten wird.

Das Projekt startet mit einem Spaziergang durch den Kiez. Hier werden überall Buchstaben entdeckt: Die Kinder finden “ihren” Buchstaben, der in Form eines bunten Tags, als Teil eines Plakates, als Hinweisschild oder als Graffiti an der Wand auftaucht. An den folgenden Tagen werden kulturelle Orte aufgesucht.

In der Bibliothek am Luisenbad finden die Buchstaben eine weitere Dimension: Bücher in jeder Form laden zum Forschen ein und lassen die Buchstaben in Geschichten verwandeln. Eine Mitarbeiterin der Bibliothek gibt hierfür Anregungen (Workshop).

Im Neuen Museum werden die Kinder während einer Führung durch die Sammlung Alt-Ägypten auf Besonderheiten und Geheimnisse der Hieroglyphen aufmerksam gemacht. Spielerisch, einer Schatzsuche gleich, werden Symbole und geheime Bedeutungen entdeckt und die Buchstaben verschiedener Schriften in ganz anderen Dimensionen erfasst. Neben den ägyptischen Hieroglyphen kann auch die Keilschrift der Sumerer oder das griechische Alphabet, können Schriften auf Marmortafeln oder auf griechischen Vasen betrachtet, bestaunt und kopiert und eine ganze Sammlung an Buchstaben und Symbolen angelegt werden. Der eigene Buchstabe der/ des Schülerin/ Schülers bekommt eine geheimnisvolle Bedeutung.

Ein Besuch der Ausstellung „Abstrakte Sprache“ in der Galerie Wedding zeigt den SchülerInnen, wie zeitgenössische KünstlerInnen mit Symbolen umgehen, die nicht immer offensichtlich, aber bei genauen Betrachtungen gelesen werden können.

Eingebunden in jeden Kulturausflug ist eine praktische Umsetzung in der Lernwerkstatt Museum der Stiftung Lichtburgforum. Jedes Kind kann jetzt Charakter und Eigenschaften seines Buchstaben, seines persönlichen Begleiters erforschen und entdecken. Hier wird die Fantasie der Kinder durch das Ausprobieren von verschiedenen künstlerischen Techniken immer wieder angeregt, durch Bilder, Gegenstände und gemeinsame Spiele verwandelt sich die Welt der Buchstaben in ein buntes Theater, wo jedes Kind seinen Teil zum gesamten Projekt beisteuert. Je nach Talent und Fähigkeiten wird gemalt und übermalt, collagiert und gezeichnet, gedichtet und getextet; Buchstaben werden durch Tanz, Bewegung und mit dem eigenen Körper dargestellt. Eine Geschichte wird entwickelt und illustriert, in der der Held ein Buchstabe ist. Buchstaben können bunt oder grau sein, keck und naseweis oder verhalten und schüchtern; den gesamten Kurs hindurch werden sie immer wieder neu entdeckt und zum Leben erweckt. Am Ende entsteht ein gemeinsames Werk, in dem sich das gesamte Alphabet entfaltet. Eine neue Welt der Schrift öffnet sich den Kindern; Schrift und Sprache sind nicht länger trocken und abstrakt, sondern dank ihrer Fantasie zu lebendigen Gefährten einer neuen und spannenden Realität geworden. Eine Ausstellung und eine Broschüre, die auch zum Verleih in der Bibliothek ausliegt, runden das Projekt ab und machen es öffentlich.


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Offenes Atelier/ABJ



Unter Anleitung erfahrener Künstlerinnen können die Kinder hier mit Farben und Formen experimentieren: Sie malen, zeichnen, drucken oder stellen Collagen her. Künstlerische Techniken werden vermittelt und der Fantasie freier Lauf gelassen. Im Offenen Atelier muss sich niemand vorher anmelden – darf sich aber gern regelmäßig künstlerisch ausprobieren.


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Offenes Atelier in der KoGa



Mittwochskünstler - Eintritt frei

Wie arbeitet ein Künstler? Woher nimmt er seine Ideen? Welche Werkzeuge benutzt er? Im Offenen Atelier lernen die Kinder künstlerisches Arbeiten sinnlich und praktisch kennen. Sie setzen sich mit Kunstwerken auseinander und probieren selbst verschiedene künstlerische Techniken aus. In kreativer Atmosphäre entdecken sie den Künstler in sich und lernen, eigene Ideen umzusetzen.


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Filmworkshop "Helden des Alltags"



zur Ausstellung  „Living in oblivion“ in der Berlinischen Galerie

 

n den Arbeiten von Julian Rosefeldt handeln Personen, die auf seltsame, komische und  manchmal rätselhafte Weise in die Rituale und Strukturen des modernen Alltags verstrickt sind. Der Workshop „Helden des Alltags“ verbindet den kommunikativen Besuch der Ausstellung „Living in Oblivion“ mit der filmischen Arbeit im Atelier. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Filmgenre Slapstick. In Begleitung der Künstlerin Joung-hee Lee beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Eigenleben täglicher Kurzhandlungen und ihren zugehörigen Dingen. Im Team werden Perspektiven entworfen und  Szenerien entwickelt, die mit Hilfe der Trickbox inszeniert oder performativ umgesetzt und gefilmt werden. Ein „Filmteam“ dokumentiert den Workshop und seine Orte.

 


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"Wir drucken einen Schrank"



Druckexperimente im Atelier und an der frischen Luft

Wir bauen einen ausgedienten Kleiderschrank auseinander: Vom Holzwurm angeregt bohren wir uns durch Schranktüren und Seitenwände, nageln Schrankfüße und polieren Sockelleisten oder greifen mit Stichel und Hohleisen zu den klassischen Werkzeugen des Holzschnitts, um eine Linie, ein Muster, einen Comic in Fächerböden zu schneiden. Mit den so entstandenen Druckstöcken werden täglich große und kleinere Formate gedruckt, im Atelier und im Freien. Produziert Euren eigenen Meisterstempel und signiert Eure Drucke. Unterhaltsame Streifzüge in die nahe Umgebung und durch die Ausstellungen Moderner und Zeitgenössischer Kunst in der Berlinischen Galerie sind inbegriffen.