Fröbel, Dix und die Schematheorie

Fröbel, Dix und die Schematheorie - Dynamische Verbindungen zwischen Familie, Kunst und Bildung

"Fröbel, Dix und die Schematheorie" ist ein künstlerisches Projekt der Kulturellen Bildung, in dem das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH), die Berlinische Galerie (BG) und der Verein Jugend im Museum (JiM) kooperieren. Das Konzept verbindet Aspekte des Early Excellence-Ansatzes (EEC) und der Schematheorie von Jean Piaget mit Strategien der Modernen Kunst, Methoden des dialogischen Nachdenkens und künstlerischen Materialexperimenten zum Multitalent Linie.

Das Spiel und seine Materialien nehmen im Projekt eine zentrale Rolle ein. Die Bedeutung des Spiels hat auch August Fröbel vor rund 200 Jahren in seiner „Theorie des Spiels" beschrieben. Als Kulturtechnik ist das freie Spiel grundlegend für die menschliche Entwicklung. Den Künstler*innen des 20. und 21. Jahrhunderts eröffneten Experimente mit Material und Regeln und das Spiel mit dem Zufall gänzlich neue Möglichkeiten.

Für insgesamt 18 künstlerische Workshops wird ein Materialset mit Holzstäben, Seilen und Stoffformen produziert. Die Holzstäbe werden im Austausch mit und von Jugendlichen in den Werkstätten der Produktionsschulen des PFH (PiKaS) hergestellt. Drei- bis sechsjährige jährige Kitakinder, ihre Eltern, Erzieher*innen und Vermittler*innen erproben das Legen und Konstruieren mit Stäben, Seilen und Formen und erfinden selbstständige Spielhandlungen in und mit den geschaffenen Wegen, Feldern und Räumen. Verbindung und Linie stellen dabei die zentralen Motive dar: Sie sind sowohl Schemata der kognitiven Entwicklung, als auch grundlegende Gestaltungsprinzipien der Modernen Kunst.

Die Projektteilnehmer*innen gehen der Linie auf den Grund: Sie experimentieren, spielen und denken gemeinsam nach, in ihren Kitas, Familienzentren und in den Ausstellungsräumen der Berlinischen Galerie. Ziel des Projekts ist eine Qualitätsentwicklung frühkindlicher Bildung durch gemeinschaftliche Praxis und Dialog in Lerngemeinschaften mit Eltern, Erzieher*innen und Künstler*innen.

Leitung: Beate Gorges
Antragsteller: Jugend im Museum e.V.
Grafik: Beate Gorges, Silke Bauer
Projektdauer
: August 2018 - Juli 2019 (12 Monate)

Gefördert durch den Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.