Auf Montage - Bauhaus_RaumLabor

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Pestalozzi-Fröbel-Haus, dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung und Jugend im Museum e.V. /// 2019-2021

Im Projekt Bauhaus_RaumLabor beschäftigen sich Kinder aus PFH-Einrichtungen mit gestalterischen und naturwissenschaftlichen Fragen: Die museumspädagogische Kooperation des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung und Jugend im Museum e.V. vermittelt seit 2009 in der Projektreihe Bauhaus_RaumLabor Grundlagen der Gestaltung. Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung bildet dabei mit seiner Architektur und seinen Ausstellungsobjekten den räumlichen und inhaltlichen Ausgangspunkt.

In der diesjährigen Projektphase geht das Bauhaus_RaumLabor „auf Montage“: Vorschulkinder und Schulanfänger*innen erforschen die Ideen des Bauhauses in Interimsquartieren des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung, in Berliner Museen, im Stadtraum und in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Kinder lernen spielerisch die Bauhausbewegung kennen, experimentieren mit Raum, Licht, Körper und Material und üben handwerkliche und theoretische Verbindungen zu knüpfen. Während das Museum um- und neu gebaut wird, dienen städtische Architektur und Design als Einstieg, um mit den Kindern auf den Spuren des Bauhauses bewusste ästhetische Erfahrungen zu machen. Eine besondere Gelegenheit, um zu reisen, neue Orte aufzusuchen und die Jubiläen 100 Jahre Bauhaus und 10 Jahre Bauhaus_RaumLabor im gemeinsamen Sinne zu feiern.

Das aktuelle Motiv der Montage knüpft am Werkstattthema der Bauhausbewegung an und stellt praktisches, handwerkliches Tun in den Fokus. Die Kinder montieren, kleben, verbinden, gestalten, fügen und bringen zusammen - als handwerkliche und zugleich künstlerische Operation. „Auf Montage“ greift zudem das Unterwegssein, das Weitergeben von Wissen, das gemeinsame Arbeiten und Zusammenbringen unterschiedlicher Elemente auf.

In den Workshops werden elementare gestalterische Lernerfahrungen ermöglicht, die langfristig dabei stärken sollen, individuelle und gemeinsame Lösungen zu finden. Spartenübergreifendes Arbeiten (Architektur, Tanz, Sound, Fotografie, Film etc.) ermöglicht den Kindern, vielseitige Zugänge und Schwerpunkte nach persönlichen Interessen mitzubestimmen.

Die 4- bis 8-jährigen Projektteilnehmer*innen erarbeiten sich ihr Wissen von der Hand zum Kopf, vom Bleistift über den Hammer bis ins Digitale: Das diesjährige bauhaus_RaumLabor setzt sich bewusst mit digitalen Techniken auseinander, insbesondere mit deren Nutzung als Werkzeuge. In dem weiten „digitalen Feld“ wird kritisch zwischen produktivem Werkzeug und Konsum unterschieden, um fokussiert, altersspezifisch, einfach und nachvollziehbar zu vermitteln. Die Nutzung audiovisueller Medien im Zusammenspiel mit Raum und Erlebnis, das Erspüren von Chancen und Einschränkungen und die sich dabei ergebenden Fragen sind Teil des Projekts.

Der Höhepunkt des Projekts sind die Bühnenwochentage, an denen sich alle Kinder aus den sieben beteiligten Einrichtungen treffen, um ihr künstlerisches Wissen auszutauschen.

Beteiligte Einrichtungen:
Kita Barbarossastraße, Kita Kastanienallee, Kita Belziger Straße, Kita Haubachstraße, Ganztagsbetreuung der Schinkel-Grundschule, Ganztagsbetreuung der Grundschule am Fliederbusch, Familienzentrum Mehringdamm

Steuerungsgruppe:
Silke Bauer (Pestalozzi-Fröbel-Haus)
Anja Bodanowitz (Jugend im Museum e.V.)
Ulrike Kuch (Architektin)

Projektleitung: Ulrike Kuch

Das Projekt „Bauhaus_RaumLabor_AufMontage“ wird von der Robert Bosch Stiftung und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert.