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Kunst für Familien: Wie wir wachsen – Eine Pflanze kommt selten allein

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Wie wir wachsen – Eine Pflanze kommt selten allein ist ein partizipatives Kunst- und Bildungsprojekt für BIPoC-Familien mit dem Ziel, kulturelle Teilhabe zu stärken, Gemeinschaft zu fördern und einen diskriminierungssensiblen Raum zu schaffen, in dem sich Familien mit ihren Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven öffnen und entfalten können. 

Mittels künstlerischer Methoden mit Naturbezug und kunsttherapeutischer Elemente konnten Familien auf kreative Art ihre Bindungen stärken, ihre Identität und Geschichte visualisieren und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit entwickeln. Im Zentrum stand die Arbeit mit Pflanzen als künstlerisches und symbolisches Medium. Pflanzen eröffnen einen Zugang zu Emotionen, ermöglichen Erdung und bieten einen alternativen Weg, persönliche und kollektive Erfahrungen auszudrücken. Bäume und Pflanzen werden als Geschichtenerzählende und lebende Archive verstanden, deren oft unsichtbare Reisegeschichten dazu anregten, über Herkunft, Migration, Zeit und Zugehörigkeit nachzudenken. Dabei entstehen Verbindungen zwischen den Bewegungen von Menschen und Pflanzen sowie zwischen unterschiedlichen Formen von Verwurzelung und Ankommen. 

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren gemeinsame Spaziergänge im Kiez. Die Familien richteten ihren Blick auf die sie umgebende, unscheinbare Vegetation sowie auf große, alte Bäume in der Nachbarschaft. In kleinen Gruppen identifizierten sie ihre gesammelten Pflanzen und fertigten in der anschließenden Werkstattarbeit individuelle Druckerzeugnisse. Mithilfe eines Monotypie-Druckverfahrensentstanden detaillierte Pflanzenabdrücke. Neben individuellen Arbeiten entstanden auch gemeinsame Familien- oder Gruppenbilder.

Gearbeitet wurde in kleinen Gruppen. Die künstlerischen Methoden dienten als Werkzeuge, um kulturelle Hintergründe zu reflektieren und persönliche wie kollektive Geschichten sichtbar zu machen. Sie förderten Austausch, Zusammenarbeit und ein bewussteres Wahrnehmen von ökologischen Zusammenhängen im eigenen Lebensumfeld.

Die handgefertigten Hefte der Teilnehmenden wurden in einer Ausstellung bei JOLIBA präsentiert.                   

Projektpartner:
JOLIBA e.V. Familienhilfezentrum und Jugend im Museum e.V.
Künstlerische Projektleitung:
Eleni Mouzourou (Künstlerin und Kunsttherapeutin) & Sharin Oziegbe (Psychologin, JOLIBA-Familienhelferin mit künstlerischer Zusatzausbildung)
Projektleitung:
Jasmin Grakoui, jugend im Museum e.V.
Projektdauer:
April – Dezember 2025

Das Projekt wird gefördert durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (JFSB).